Predigt: Vom Paradies zur Hölle und zurück
Predigt am 8. Sonntag nach Trinitiatis, 22.7.2018, Gustav-Adolf-Kirche Schweinfurt und Kreuzkirche Oberndorf
Liebe Gemeinde!
Predigt am 8. Sonntag nach Trinitiatis, 22.7.2018, Gustav-Adolf-Kirche Schweinfurt und Kreuzkirche Oberndorf
Liebe Gemeinde!
Mal ganz ehrlich: Wann waren Sie das letzte Mal im Gottesdienst? Und wenn Sie da waren: Wie sehr haben Sie sich darauf gefreut, da hinzugehen? Oder war das eher eine Pflichtübung für Sie?
Möglicherweise gehören Sie zu denen, die wirklich gerne und regelmäßig den Gottesdienst besuchen. Aber das werden immer weniger. Dafür steigen die Austrittszahlen. Wie können wir damit umgehen? Wie schaffen wir es, nicht in Depression zu verfallen, sondern weiter fröhlich das Evangelium zu verkünden?
5. Sonntag nach Trinitatis, 1.7.2018, Gustav-Adolf-Kirche Schweinfurt
Liebe Gemeinde!
Waren Sie vor 20 Jahren auch schon hier in dieser Gemeinde? Wenn ja: Erinnern Sie sich, wie damals der Gottesdienstbesuch so war? Also, die Konfis sind bei der Frage jetzt erst mal außen vor, das ist klar.
Abiturgottesdienst des Olympia-Morata-Gymnasiums Schweinfurt
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten!
Acht Jahre. Für manche vielleicht auch neun oder sogar zehn. Für manche, die zwischendurch dazukamen, auch kürzer: Eine lange Zeit haben Sie hier an dieser Schule verbracht. Können Sie sich noch daran erinnern, wie das war? Ganz am Anfang? Damals, mit ungefähr zehn Jahren, als Sie hier zum ersten Mal durch die Tür kamen, als Sie Ihre neue Klasse suchten, als Sie nicht wussten, ob Sie Freunde finden würden und wie die dann so sind.
Liebe Gemeinde!
„Gott ist Licht“. Was für ein Satz gleich am Anfang unseres Predigttextes! Da geht‘s gleich richtig zur Sache. Und gleich weiter: „In ihm gibt es keine Spur von Dunkelheit.“
Damit hat der Schreiber des 1. Johannesbriefs schon gleich noch für sich eine wichtige Frage beantwortet oder zumindest eine Spur gelegt: Wo kommt das Dunkel her, das Leid, der Tod, alles das, was uns beschäftigt und beschwert? Jedenfalls nicht von Gott, so viel ist für ihn klar.
Ja, dieser Anfang unseres Predigttextes liest sich so schön, aber er hat es wirklich in sich: Gott ist Licht, in ihm ist keine Spur von Dunkelheit. Basta.
Bleibt die Frage: Was ist dann mit uns? Können wir sozusagen Anteil haben an diesem Licht? Kann unser Leben so hell sein wie Gott? Kann auch unser Leben ohne jede Spur von Dunkelheit sein?
Ansprache beim Volksfestgottesdienst 10.6.2018
U: Mensch, Heiko, du traust dich doch sicher, in den 80 m hohen Free-Fall- Tower zu steigen, oder?
H: Ich, bist du verrückt? oder: ja, klar, das Ding bin ich schon gefahren … oder sonst was …
Sag mal, Ulli, kanntest du diese Tradition eines Gewerkebaums schon?
(nein)
Also, für mich war das komplett neu. Musste ich erst mal googeln, was das eigentlich ist. Aber ich finde es sehr schön, dass sich die Handwerker jetzt hier mitten in Schweinfurt mit diesem Baum präsentieren.
Das ist ja auch wichtig, dass das Handwerk wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt wird. Ohne Handwerker stünden wir ziemlich blöd da.
Heiko, bist du schon mal geflogen?
Ich, geflogen? Von einer Maschine runtergeflogen oder von der Schule?
Na, ich hoffe mal nicht, dass du von der Schule geflogen bist, das kann ich mir jetzt eigentlich bei dir nicht vorstellen, und auch nicht von einer Maschine runtergeflogen, nein, du fährst ja auch kein Motorrad, ich meine natürlich mit einer Maschine in der Luft …
Christen sind schon wundersame Wesen.
Da sitzen sie im Gefängnis, in Fesseln,
allein und einsam in der Nacht.
Da sitzen sie und haben keine Hoffnung mehr.
Da sitzen sie im Dunkeln,
keinen Weg scheint es mehr zu geben.
Einsam, allein, gefangen, am Ende.
Da sitzen sie –
und fangen an, Gott zu loben.
Mitten in der Nacht.
Alte Psalmen singen sie, so stelle ich‘s mir vor.
Alte Psalmen, die nicht nur ihnen Mut machten,
sondern auch den Mitgefangenen in den anderen Zellen.
Und es geschieht:
Die Türen öffnen sich, die Fesseln fallen ab, sie sind frei!
Notverwandte.
Was für ein seltsames Wort.
Was haben wir uns selber im Team geärgert über dieses Thema.
Warum nicht mal was einfaches?
Nein, „Notverwandte“ musste es sein.
Elinors Hunde waren Schuld.
Denn die mussten miteinander auskommen, ob sie wollten oder nicht. Und dann fiel im Team dieses Wort: Sie sind Notverwandte. Nun, warum auch nicht?
Notverwandte.
Ein neu erfundenes Wort. Von Margit.
Notverwandte.
Ein schillerndes Wort.
Verwandte in der Not?
Menschen, die die gleiche Not mit sich herumtragen wie ich?
Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt
Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,
Vorgestern hatte ich eine für einen Pfarrer wohl eher ungewöhnliche Kopfbedeckung auf. Da saß ich nämlich in Gochsheim im Elferrat auf der Bühne bei der Faschingssitzung.
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Wenn‘s dieses Wochenende an der Tür klingelt, ist es vielleicht mal nicht der Paketbote. Sondern Segensboten: Die Sternsinger. Verkleidet als die drei Weisen aus dem Morgenland plus Stern gehen sie von Haus zu Haus und singen. Sie schreiben CMB an die Türen – Caspar, Melchior, Balthasar oder die Abkürzung für das lateinische „Christus segne dieses Haus“. Sie bringen Segen – und sie nehmen Segen mit. Für andere.
Liebe Hörerinnen und Hörer!
O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit. So haben wir erst vor gut einer Woche vermutlich in fast allen Kirchen gesungen. Noch stehen die meisten Weihnachtsbäume, aber die Weihnachtsfreude ist schon fast wieder vergessen. So langsam holt uns der Alltag wieder ein.
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Jetzt sind wir schon mittendrin in der ersten Woche des neuen Jahres. Alles ist offen. Vieles kann passieren. Wie blicken Sie nach vorne?
Ich habe den Eindruck, dass sich ein Gefühl bei uns immer mehr ausbreitet: Die Angst. Angst vor der Zukunft, vor Überfremdung. Angst vor Veränderungen. Angst vor dem Klimawandel. Und und und.
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Ich muss Ihnen leider mitteilen: Diesen heutigen Tag gibt es gar nicht. Der 2. Januar 2018 existiert einfach nicht. Na ja, jedenfalls nicht auf meinem uralten Datumstempel im Büro. Der geht nämlich nur bis 2017. Ist mir erst letzte Woche aufgefallen.
Klar, das Problem ist leicht zu lösen, einfach einen neuen kaufen. Aber irgendwie gefällt mir das auch. Jetzt bin ich sozusagen aus der Zeit gefallen. Ziemlich überraschend und unerwartet.
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben‘s überstanden. Möglicherweise sind Sie noch ein wenig verkatert von der Feier der letzten Nacht. Vielleicht ist für Sie heute aber auch ein ganz normaler Tag. Weil Sie sich nichts aus dem Silvestergeknalle machen. Oder weil Sie heute arbeiten müssen. Pflegeberufe, Notdienste, Polizei und Feuerwehr, natürlich auch die Leute hier bei Radio Primaton. Danke Ihnen allen für Ihren Dienst.
Liebe Gemeinde!
Es tut mir Leid, Ihnen das sagen zu müssen. Es gab ja schon so viele Weltuntergangsprophezeiungen, die sich alle nicht erfüllt haben, aber diesmal ist es wirklich und eindeutig nachweisbar wahr: Heute ist das absolute Ende! Der allerletzte Tag. Das Jahr 2018 wird es nicht geben. Na ja, jedenfalls nicht für meinen alten Büro-Datumsstempel. Der hat nämlich nur die Jahre 2006 bis 2017, wie ich letzte Woche etwas verblüfft festgestellt habe. Jetzt kann ich also entweder mit 2006 wieder anfangen oder mir einen neuen kaufen, ist ja auch kein großes Problem. Oder ich mache erst mal weiter mit dem 32. bis 99. Dezember, aber das wäre wohl eher verwirrend. Also: Das Ende ist nah!