Roman

Le Petit Prince

Zum ersten Mal habe ich mich an ein Buch im französischen Original gewagt. Und wie damals, als ich mit „Kaas“ mein erstes niederländisches Buch las, war es auch hier ein echter Klassiker: Der kleine Prinz.

Ein Buch, das mich als Kind und junger Erwachsener ehrlich gesagt nicht so richtig abgeholt hat. Ich fand das irgendwie immer etwas affig. OK, "man sieht nur mit dem Herzen gut", schöner Satz, netter Kalenderspruch.

Vielleicht bin ich einfach offener geworden für die sehr spielerische Gedankenwelt des kleinen Prinzen. Vielleicht war es auch, dass ich für jeden Satz wegen der fremden Sprache ein wenig mehr Zeit brauchte und dadurch nicht so über alles hinweg lesen konnte. Man liest eben nur mit dem Herzen gut, um das Zitat einmal abzuwandeln, und das muss erst einmal hinterherkommen. Mich hat das Buch diesmal, vermutlich mehr als vier Jahrzehnte nach dem ersten Lesen, viel mehr berührt als früher.

De Vulkanen van Io

Autor/in

Eine nette Geschichte, die anders als die meiste Science Fiction keinen großen Wert darauf legt, irgendwelche technischen Details auf ihre Plausibilität zu überprüfen. Manches scheint mir ein wenig arg weit hergeholt. Aber diese Unbekümmertheit hat auch einen ganz besonderen Charme. Stattdessen extrapoliert Tais Teng einige politische Entwicklungen unserer Zeit in die Zukunft - wie sich die chinesische, japanische und ein paar weitere Gesellschaften entwickeln könnten. Auch das sicherlich deutlich übertrieben, aber na ja, warum eigentlich nicht?

Sterrenlichaam (Sternenkörper)

Es ist irgendwie doof, eine Rezension für ein nur auf Niederländisch erhältliches Buch auf Deutsch zu schreiben – die niederländische Übersetzung folgt deshalb weiter unten.

Aber von diesem Buch will ich auch auf Deutsch erzählen. Vor allem, weil ich nun immer noch nicht weiß, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht.

Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der die Japaner die nähere Umgebung der Erde kolonialisiert haben. Die Niederländer, deren Heimat überschwemmt ist, sind zum größten Teil einfache Arbeiter. So auch Kevin, der Vorarbeiter eines „Bergbau“-Teams, wenn man es so nennen mag: Sie nehmen eine zweijährige Reise in Tiefschlaf auf sich zu einem außerordentlich rätselhaften Ort: Einem viele Kilometer langen außerirdischen Wesen, das entfernt einem Wal ähnelt und tot im Weltall treibt. Das Team baut im Wechsel mit weiteren hier Körperflüssigkeiten und weitere Stoffe ab, die der japanische Konzern zu Beauty-Produkten verarbeitet und damit großen Reichtum anhäuft.

Eines Menschen Flügel

Autor/in

Owen ist der beste Flieger, den die Welt je gesehen hat. Und das will etwas heißen, denn seit ziemlich genau tausend Jahren besitzen die Menschen Flügel. Die Ahnen, die einst, so heißt es in den alten Geschichten, mit einem Raumschiff auf diese Welt kamen, haben ihnen die Flügel der heimischen Pfeilfalken gegeben. Denn auf dem Boden dieser Welt herrscht der Margor, eine unsichtbare, unbegreifliche Lebensform, die schon beim kürzesten Kontakt die Menschen innerhalb von wenigen Sekunden töten kann.

Dark Matter. Der Zeitenläufer

Autor/in

„Was wäre, wenn ich mich an dieser einen Stelle meines Lebens anders entschieden hätte?“

Diese Frage stellen sich vermutlich alle Menschen ab und zu. Der College-Professor Jason Dessen, glücklich verheiratet und stolz auf seinen Sohn, bekommt ungefragt die Chance, das tatsächlich zu erleben. Plötzlich und unerwartet wird er entführt, zu einem abgelegenen Ort gebracht – und erwacht in einer Welt, die nicht die seine ist. Eine Welt, in der er ein gefeierter Wissenschaftler ist und seine Frau – nein, nur seine Ex-Freundin – eine höchst erfolgreiche Künstlerin. 

Der Astronaut

Autor/in

Ein Mann erwacht aus dem Koma in einem seltsamen runden Raum. Er weiß nicht, wo er ist oder wer er ist. Drei Robot-Arme sorgen für seine Gesundheit.

Wie soll man denn über ein Buch schreiben, das so beginnt, ohne irgend etwas vorwegzunehmen und damit viel von der Spannung wegzunehmen?

Ich versuche es so: Es ist eine Geschichte über unfreiwilliges Heldentum. Über Angst vor Zurückweisung und die Suche nach Anerkennung. Eine Geschichte über völlig unerwartete interstellare Freundschaften und interkulturellen Humor.

NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Autor/in


Was wäre, wenn Sir Charles Babbage seine (theoretisch tatsächlich funktionsfähige) „analytical engine“ in den 1840ern erfolgreich zu Ende entwickelt hätte? Wenn es Computer schon einhundert Jahre früher gegeben hätte? Was wäre, wenn das Deutsche Reich führend gewesen wäre in Sachen „Komputer“, wenn es schon im Kaiserreich ein „Weltnetz“ und ein „Deutsches Forum“ gegeben hätte und praktisch jeder in Deutschland schon um 1930 ein tragbares Telephon gehabt hätte?